Level 4

Der Mensch denkt, die Technik lenkt. Beim vollautomatisierten Fahren arbeitet das System in klar definierbaren Zonen absolut selbstständig. Solche Zonen sollen zunächst auf den Werksverkehr und auf Parkhäuser beschränkt bleiben, der öffentliche innerörtliche Einsatz (Robotertaxis) oder auf Schnellstraßen ohne Gegenverkehr ist mit Ausnahme streng reglementierter Großversuche noch Zukunftsmusik.

Wie heikel diese Testreihen im öffentlichen Verkehrsraum sind, bei denen selbstverständlich ein Fahrer die Systemfunktionen ständig überwacht, zeigt ein tödlicher Unfall eines Uber-Versuchstaxis im März 2017 im US-Staat Arizona. Eine Fußgängerin war bei Dunkelheit hinter einem am Straßenrand geparkten Auto hervorgetreten, um die Straße zu überqueren, und dabei von dem Uber-Versuchsauto ungebremst erfasst worden. Die Kamera-Systeme des Autos hatten komplett versagt, die Rolle der Überwachungsfahrerin an Bord ist derzeit Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungen.

Fakt ist: Wegen der fast unendlichen Vielfalt möglicher Straßenverkehrs-, Wetter- und Sichtsituationen ist die finale Programmierung der Rechner für das vollautomatisierte Fahren eine enorm komplexe Aufgabe. Hinzu kommt die juristische Ausgestaltung möglicher Haftungsfragen, die zudem von Region zu Region und von Land zu Land ganz unterschiedlich interpretiert werden wird. Die Entwicklung des vollautomatisierten Fahrens hat also noch eine lange Wegstrecke vor sich.

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