Logbuch Peugeot E 3008

Unterwegs mit dem elektrischen Peugeot-SUV. Fahrbericht.

  • 157 kW (213 PS), 240 kW (320 PS), Front- oder Allradantrieb
  • Traktionsbatterie: 73 kWh
  • maximale Reichweite: 525 km

Doppelte Premiere für den Peugeot 3008. Erstmals fährt der Bestseller der Löwenmarke auch mit rein elektrischem Antritt. Und zudem ist er das erste Modell auf der neuen STLA-Medium-Plattform des Stellantis-Multimarkenkonzerns.

Bleiben wir doch gleich bei der neuen Plattform: Die technische Basis für Limousinen, SUV und Crossover ist in der Länge um bis zu 16 Zentimeter variabel. Mit dem E 3008 stellt Peugeot den kleinsten Markenvertreter auf diese Plattform, der E 5008 wird in Kürze als  längstes Modell folgen.

Offiziell ein SUV

Zwar wirkt der 4,54 Meter lange, 1,90 Meter breite und 1,64 Meter hohe Wagen fast wie ein viertüriges Coupé, doch die Designer wollen davon nichts wissen. Sie sprechen von einem SUV, wobei die Bezeichnung Crossover möglicherweise zutreffender wäre. Bewusst sei jedenfalls darauf geachtet worden, mit der leichten Dachschräge erst hinter den Rücksitzen zu beginnen. Damit soll die Kopffreiheit auch für großgewachsene Passagiere im Fond gewährleistet sein – Operation gelungen. Der Raum für die Beine ist bei einem Radstand von 2,64 Metern ebenfalls ordentlich, wenn auch  nicht überragend.

Der Fahrersitz erlaubt in Verbindung mit dem in Länge und Höhe einstellbaren Lenkrad unterschiedlichen Fahrerfiguren eine jeweils passende Position. Beide vorderen Sessel sind mit adaptiven Seitenpolstern ausgestattet, die sich je nach Kurvenfahrt elektrisch aufblasen – man gönnt sich ja sonst nichts.

Frau oder Mann am Steuer haben schon in der Allure-Version einen ausgesprochen guten Blick auf zwei jeweils zehn Zoll große HD-Bildschirme mit einer Länge von 25 Zentimetern, die in ein Panorama-Display integriert sind. Das Display liegt in einem sanften Schwung vor dem Fahrersitz. Das i-Cockpit im GT hat serienmäßig ein 21-Zoll-Panel mit einer Länge von 53 Zentimetern. Direkt vor der Mittelkonsole und unterhalb des Bildschirms haben die Designer im GT eine Leiste mit zehn – allerdings extrem berührungsempfindlichen – Tasten angesiedelt. Hier können favorisierte Funktionen hinterlegt werden. Die Steuerung des Automatikgetriebes erfolgt über einen Schalter neben den Start-Stopp-Knopf, zwischen den beiden Vordersitzen sind die Walze zum Einstellen der Lautstärke des Infotainmentsystems sowie der Wahlschalter für die Fahrmodi (Eco, Normal, Sport sowie bei der Allradversion 4WD) platziert.

In den Türen gibt es große Fächer auch für Literflaschen, das Ladeabteil bietet hinter der weit öffnenden Klappe viel Platz: 520 Liter bei voller Sitzplatzbelegung, 1.480 Liter bei umgelegten hinteren Lehnen. Die Fläche ist dann jedoch nicht komplett eben.

Front- oder Allradantrieb

Für den Antrieb sorgt an der Vorderachse ein E-Motor mit 157 kW (213 PS). Die Allradvariante mobilisiert eine Gesamtleistung von 240 kW (320 PS, 80 kW/109 PS an der Hinterachse). Für die Traktionsbatterie zwischen den beiden Achsen steht eine Speicherkapazität von 73 kWh im Datenblatt, die im Idealfall für 525 Kilometer Reichweite gut sein soll. Zur Ladetechnik: 11-kW-Onboardlader oder 160 kW Peakleistung am Gleichstrom-Schnelllader (von 20 auf 80 Prozent in 30 Minuten).

Schaltwippen am Lenkrad steuern die dreistufige Rekuperation, bei unserer Testfahrt mit der 48.650 Euro teuren Basisversion klappte das vorzüglich. Gelassenheit ist sowieso Trumpf im E 3008, weil sich Peugeot beim Fahrwerk tendenziell für die französische  Komforttradition entschieden hat.

Es ist ein Elektrowagen, das hat seinen Preis. In der Basisversion kostet das Auto 48.650 Euro.

 

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Fotos: Peugeot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wolfgang Schaeffer