Im 1. Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 230,6 Milliarden kWh (Kilowattstunden) Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Nach Angaben des Statistisches Bundesamts (Destatis) war das im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 (220,7 Milliarden kWh) ein Plus von 4,5 Prozent.
Erneuerbare: plus 6,5 Prozent
Die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energiequellen stieg im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 um 6,5 Prozent auf 136,4 Milliarden kWh. Damit stammten 59,1 Prozent des gesamten inländisch produzierten Stroms aus erneuerbaren Quellen (1. Halbjahr 2025: 58,0 Prozent).
Die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern stieg im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 um 1,7 Prozent auf 94,2 Milliarden kWh. Vor dem Hintergrund der höheren Gesamtstromerzeugung sank der Anteil der konventionellen Energieträger auf einen Anteil von 40,9 Prozent der inländischen Stromproduktion (1. Halbjahr 2025: 42,0 Prozent).
Mehr Strom aus Windkraft
Die Stromproduktion aus Windkraft stieg im 1. Halbjahr 2026 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 um 12,3 Prozent auf 67,7 Milliarden Kilowattstunden. Anteil am gesamten inländisch produzierten und eingespeisten Strom: 29,4 Prozent (1. Halbjahr 2025: 27,3 Prozent). Windkraft bleibt damit im 1. Halbjahr 2026 der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung. Im langfristigen Vergleich war die Stromerzeugung aus Windkraft im 1. Halbjahr 2026 allerdings durchschnittlich – die maßgebliche Ursache für den deutlichen Anstieg im Vorjahresvergleich war ein außergewöhnlich windarmes 1. Quartal 2025.
Photovoltaik auf Platz 3
Auch die Stromproduktion aus Photovoltaik legte im 1. Halbjahr 2026 zu: 41,0 Milliarden kWh und damit plus 3,5 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025. Mit einem Anteil von 17,8 Prozent (1. Halbjahr 2025: 18,0 Prozent) sorgte Photovoltaik in der inländischen Stromerzeugung erneut als drittwichtigste Energiequelle für Spannung.
Kohle auf Platz 2
Die in Kohlekraftwerken erzeugte Strommenge sank im 1. Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 0,5 Prozent auf 49,4 Milliarden kWh. Anteil an gesamten deutschen Stromproduktion: 21,4 Prozent (1. Halbjahr 2025: 22,5 Prozent). Damit bleibt Kohle der zweitwichtigste Energieträger in der inländischen Stromerzeugung.
Erdgas: plus 6,4 Prozent und Platz 4
Die Stromerzeugung aus Erdgas legte den Destatis-Zahlen zufolge um 6,4 Prozent auf 38,0 Milliarden Kilowattstunden zu. Erdgas bleibt mit einen Anteil von 16,5 Prozent (1. Halbjahr 2025: 16,2 Prozent) auch im 1. Halbjahr 2026 der viertwichtigste Energieträger der deutschen Stromproduktion.
Biogas und Wasserkraft
Last not least die Zahlen für den sauberen Strom auf Biogas und Wasserkraft: 13,4 Milliarden kWh (minus 3,8 Prozent) und 8,1 Milliarden kWh (minus 0,9 Prozent) im 1. Halbjahr 2026. Anteile an der gesamten deutschen Stromproduktion: 5,8 Prozent und 3,5 Prozent.
Übrigens: Im Vergleich zu 2018, dem ersten Jahr der Erhebung, wurde im 1. Halbjahr 2026 in Deutschland gut ein Viertel mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und ins Netz eingespeist. Parallel dazu nahm die Stromerzeugung aus konventionellen Energiequellen ab. Kamen im 1. Halbjahr 2018 noch 174,6 Milliarden Kilowattstunden aus fossilen Quellen, halbierte sich dieser Wert im 1. Halbjahr 2026 auf rund 94,2 Milliarden kWh.
